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Rennbericht - Adeline Gourdon-Porcher

Race Recap - Adeline Gourdon-Porcher

Rennbericht - Adeline Gourdon-Porcher

Text & Bilder: Adeline Gourdon-Porcher 


„Dieser Raid des Etoiles du Verdon, im Süden Frankreichs, war unerwartet. Aber als Emilie mir eine Nachricht schickte und mich bat, ihre verletzte Partnerin zu ersetzen, zögerte ich keinen Moment, ich antwortete: „Warum nicht?“. So wurde ich die Anführerin dieses Teams, das ich nicht oder nur sehr wenig kannte, Emilie und Alice.
Was unglaublich ist, ist, dass beide mir vollkommen vertrauten. Sie glaubten an mich, an sich, an uns.


Wir kamen im Camp an und begannen sofort mit einem ersten Event: einem kurzen Rennen voller Hindernisse, als Staffel. Dieser Test zeigte mir, welches Niveau die Mädchen hatten, so konnte ich mich für die nächsten Tage anpassen.

Am nächsten Tag ertönte das Nebelhorn zweimal, um uns zu den Veranstaltungen zu rufen: Kanufahren und Laufen, dann Orientierung. Dann gingen wir erschöpft ins Bett. Das Nebelhorn ertönte mitten in der Nacht, um uns zu wecken und ein Trailrennen zu starten! Ich trieb mein Team körperlich und mental bis ins Ziel, trotz der Müdigkeit, die mich in Morpheus' Arme zog.


Wir ruhten uns endlich aus und paddelten etwas, dann ertönte das Horn gegen Mittag zu einem Mountainbike-Rennen. Das war das Härteste, was ich je bei diesem Raid gemacht habe. Wir schoben unsere Fahrräder eine Stunde lang, weil der Hang zu steil und unwegsam zum Fahren war. Die Mädchen waren erschöpft. Ich schob ihr Fahrrad. Als ich am Ende des Hügels ankam, weinte ich. Ich war nervlich erschöpft. Es ist schwer, eine Anführerin zu sein, lächeln zu müssen, zu ermutigen, auch wenn es für dich schwer ist. Eine Konkurrentin stürzte vor mir, ich musste sie versorgen und beruhigen, während meine Teamkolleginnen um Hilfe riefen. Ich setzte sie zu ihrem Team und suchte Hilfe. Es war Zeitverschwendung, aber das war uns egal. Das ist auch der Raid: Solidarität. Wir kamen uns gegenseitig haltend an, schweißgebadet, Tränen in den Augen.

Am letzten Tag regnete es, wir wurden mitten am Vormittag zum letzten und nicht unwichtigsten Rennen gerufen! Also machten wir uns auf zum Laufen, Mountainbiken, Kanufahren und Freiwasserschwimmen. Die Schmerzen und die Müdigkeit der Vortage wogen schwer, aber unsere Motivation trug uns. Wir überquerten diese letzte Linie für eine Gesamtprüfungszeit von 8:52. Wir beenden diesen Raid mit Sternen in den Augen, auf dem neunten Platz.



Dieses Abenteuer beweist einmal mehr, dass Sport die Schule des Lebens ist. Wir kannten uns nicht und waren verbundener denn je. Wir übertrafen uns körperlich und mental, wir halfen anderen Teams, wir halfen uns gegenseitig, wir unterstützten uns gegenseitig. Wir haben etwas Starkes, Einzigartiges erlebt."

Adeline


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